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Persönlichkeiten der Gemeinde

Christian Nützel

(29. Dezember 1881 - 7. Februar 1942)

Christian Nützel wurde am 29. Dezember 1881 in Guttenberg geboren. Seine Eltern Johann Leonhard und dessen zweite Ehefrau Sophie betrieben Landwirtschaft und das Gasthaus Zur Goldenen Rose. Nach Schulbesuch und Ausbildung an der Königlichen Lehrerbildungsanstalt in Bayreuth führte ihn seine berufliche Karriere über Guttenberg, Gelbsreuth bei Hollfeld nach Unterweißenbach bei Helmbrechts. Ab 1910 war er als Lehrer und schließlich Schulleiter an der Volksschule Helmbrechts tätig. Dort starb er am 7. Februar 1942 an einem Leberleiden.

Die Volksliedsammlung von Christian Nützel entstand in den Jahren seit 1921. Sein großes Verdienst ist es, bei seinen Aufzeichnungen keine Vorauswahl getroffen zu haben. So bietet sein Sammelgut das tatsächlich vorhandene Spektrum des populären Liedgutes. Schon zu seinen Lebzeiten wurde die Fachwelt aufmerksam auf die Sammlung, 50 Lieder daraus wurden als Band 34 der Reihe "Landschaftliche Volkslieder" veröffentlicht. 1939 übergab Christian Nützel sein gesamtes Material dem Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg.

Quelle: wikipedia (Stand Juni 2011)

Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg - ein kämpferischer Demokrat

(23. Mai 1921 - 4. Oktober 1972)

Karl Theodor Freiherr von und zu GuttenbergKarl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg gehörte zu den markantesten politischen Persönlichkeiten der Bundesrepublik Deutschland. Er war ein Mann von ungewöhnlichem Weitblick und unerbittlicher Grundsatztreue. Sein leidenschaftlicher und kompromissloser Einsatz für Freiheit und Recht kennzeichneten seine politische Arbeit in besonderer Weise.

Als gläubiger Christ war Guttenberg 1946 Mitbegründer der CSU im früheren Landkreis Stadtsteinach. Mit 25 Jahren wurde er in den Kreistag berufen und entfaltete von 1952 bis 1957 eine an Erfolgen reiche Tätigkeit als Landrat. Seit 1957 vertrat er als Abgeordneter der CSU den Wahlkreis Forchheim im deutschen Bundestag. 1967 wurde Frh. v. Guttenberg unter Bundeskanzler Kiesinger parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

Karl Theodor Freiherr von und zu GuttenbergBequem war der finanziell unabhängige Baron als Politiker nie, weder für den politischen Gegner noch für seine eigene Partei. Aus Sorge um die Zukunft Deutschlands hielt er, von der Krankheit bereits schwer gezeichnet, eine denkwürdige Rede zu den Ostverträgen (27. Mai 1970).
Für die Verwirklichung des deutschfranzösischen Freundschaftsvertrages engagierte er sich konsequent. Am 19. Juni 1972 zeichnete der Bundestagspräsident Kai Uwe von Hassel den Baron mit dem "Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland" aus.

Für die Gemeinde Guttenberg war der "Baron" der fürsorgliche Helfer in allen Anliegen. Seine wahrhaft soziale Einstellung erfuhren die Bewohner immer wieder. Zu seinem Gedächtnis errichtete die Gemeinde ihrem Ehrenbürger am 10. Todestag (4. Oktober 1982) einen Gedenkstein an der unteren Dorfstrasse.

Enoch Freiherr von und zu Guttenberg

(geboren am 29. Juli 1946 - verstorben am 15.Juni 2018)

Enoch Freiherr von und zu GuttenbergEnoch Freiherr von und zu Guttenberg, ein in der internationalen Fachwelt überaus angesehener und geschätzter Dirigent, hat für seine hervorragenden Leistungen im Bereich der Musik eine Vielzahl von Ehrungen erhalten, u.a. das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie den ECHO Klassik. Seit dem Jahr 2000 hat er die Intendanz der Internationalen Festspiele Herrenchiemsee inne.

Enoch Freiherr von und zu Guttenberg war im Jahr 1975 Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND). Für sein vorbildliches Engagement zum Schutz der Umwelt wurde er u.a. mit der Verleihung der Bayer. Naturschutzmedaille geehrt.

Auch seine Verdienste um den internationalen Kulturaustausch wurden u.a. mit dem Deutschen Kulturpreis, dem Bayer. Verdienstorden sowie mit dem Kulturpreis der Bayer. Landesstiftung gewürdigt.

Enoch Freiherr von und zu Guttenberg ist fest im Leben seiner Heimatgemeinde verwurzelt und er hat -genau wie seine gesamte Familie- immer ein offenes Ohr für die gemeindlichen Belange. Er wurde daher auch auf Grund seiner großen Verdienste um das Allgemeinwohl im Jahr 2002 zum Ehrenbürger der Gemeinde Guttenberg ernannt. Ebenfalls wurde Enoch Freiherr von und zu Guttenberg das Ehrenbürgerrecht des Marktes Neubeuern verliehen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der offiziellen Homepage von Enoch Freiherr von und zu Guttenberg.

Foto: MC Hurek

Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg

(geboren am 5. Dezember 1971)

 Karl-Theodor Freiherr von und zu GuttenbergKarl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg war wie sein berühmter Großvater, der ebenfalls Karl-Theodor hieß, Mitglied des Deutschen Bundestages. Ab dem Jahr 2002 vertrat er dort den Wahlkreis Kulmbach. Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt "KT", wie ihn seine Freunde, Weggefährten, usw. nennen, im bundesweiten Vergleich prozentual die meisten Erststimmen (68,1 %).

Zunächst stand der bei der Bevölkerung äußerst beliebte Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg von Februar bis Oktober 2009 als verantwortlicher Minister dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vor, ehe er dann ab Oktober 2009 Bundesverteidigungsminister wurde.

Im März 2011 trat Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg von all seinen politischen Ämtern zurück.

Nähere Informationen über "KT" finden Sie auch auf der offiziellen Homepage von Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.